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  1. #1

    Desozialisiert

    Hallo Leute,

    ich weiß nicht ob das hier so reinpasst aber ich wollte mal etwas los werden.
    Also angefangen hat alles als ich in der 7. Klasse war als ich die Liebe fürs Gaiming entdeckt habe. Anfangs nur als Nebenhobby und mittlerweile ein richtiges Problem. Früher hatte ich einen netten Freundeskreis, wir waren immer so c.a 6 Leute in der Clique und unternahmen viel miteinander. Nachdem sich unsere Wege nach der 9. Klasse trennten (die einen machten eine Ausbildung die anderen wiederrum gingen auf andere Schulen) haben wir uns etwas aus den Augen verloren.
    Nach und nach merkte ich auch, dass mir der Bereich Gaiming immer mehr Spaß macht und ich nach der Schule mehr Zeit am Computer verbracht habe als draußen im Freien.

    Ich besuchte die 10 Klasse einer Realschule und lernte neue Leute kennen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch Kontakt mit meiner Clique. Aus dem Grund das ich den ganzen Tag lang über mit meinem neuen Klassenkammeraden verbracht habe, hat man sich auch mal nach der Schule noch getroffen.
    Da meine Vorliebe zum Gaiming immer größer wurde konnte ich nicht mehr neben meinen neuen Schulkameraden auch noch was mit meiner alten Clique unternehmen und vernachlässigte diese. Die Monate vergingen und mein Tagesablauf war mittlerweile so, dass ich nach der Schule sofort an den Computer ging und die ein oder anderen Games zockte. Zeit zum unternehmen mit Freunden blieb also keine mehr...

    Ich machte nach der 11 Klasse meinen Abschluss und begann eine Ausbildung. Somit verlor ich auch diese Schulkammeraden aus den Augen. Wer kennt es nicht man arbeitet bis 18 Uhr und will danach einfach nur noch in Ruhe abschalten. Somit bin ich in den E-Sport Bereich gerutscht. Denn Drang immer besser zu sein als seine Online-Konkurrenten trieb mich an und schwubs schon hat man mehrere tausend Spielstunden in einem Game und hat sich vollkommen bis auf die Arbeit von der "Außenwelt" isoliert. Nach meiner Ausbildung habe ich erkannt, dass das Gaiming nicht gut für mich ist und hängte meine E-Sport Karriere an den Nagel. Mittlerweile hole ich mein Abitur nach und verbringe die Abende allein zu Hause. Sei es durch das anschauen von "nutzlosen" YT-Videos oder anderes.

    Jetzt im Nachhinein denke ich mir oft wie dumm es gewesen ist, Freude für Gaiming aufzugeben aber damals war mir das mehr oder weniger egal.
    Ich will jetzt auch kein Mitleid ich wollte das einfach nur mal loswerden. Evlt. kennt der eine oder andere die Situation.

    Grüße Freaky

  2. Mag ich His_Cifnes mag diesen Beitrag
  3. #2
    In Vollzeit verpeilt. Avatar von Matt13
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    2.692
    Eins im vorraus, mir tuts nämlich in den Augen weh, man schreibt es Gaming und nicht Gaiming, kommt aus dem englischen und deshalb die andere Betonung von der vermutlich dein zusätzliches i stammt.

    Zum Thema:

    Tja, ja kann passieren wenn man nem Hobby nach geht das Leute die damit nix am Hut haben auf der Strecke bleiben, mit seinen Mitschülern die nicht grade zum engsten Freundeskreis gehören hat man ausserhalb der Schule ja auch eher selten was zu tun. Hinzu komt das der Freundeskreis jedes Menschen mit der Zeit immer kleiner wird, das passiert tatsächlich jedem und fällt bei Leuten die ihre Zeit hauptsächlich mit Videospielen verbringen wohl deshalb stärker auf weil dank der vielen Onlinegames der Kontakt häufiger über TS und Co. stattfindet.

    Wäre es ne andere Beschäftigung, z.B. Kendo, dann unternimmt man mit den Leuten die man leiden kann auch hinterher vielleicht noch was, man kann ja nicht die ganze Zeit Übungen machen, das sieht bei Videospielen wieder ganz anders aus.

    Mich selbst ärgert es häufig auch das ich in meinem näheren Umfeld quasi keine Kontakte habe, auf der anderen Seite lernt man hier Leute eigentlich nur in der Disco oder auf Veranstaltungen kennen, beides kann ich nicht ab weils für mich einfach keinen Sinn macht mir Musik auf die Ohren ballern zu lassen die ich nicht mag und nahezu jede Veranstaltung hier einfach nur aus Essen und Saufen besteht. Online kenn ich dafür etliche Leute die ähnliche Interessen haben wie ich, gut ich hab nur wenige davon wirklich mal gesehen aber die kenn ich teilweise besser als Leute aus meinem Umfeld weil man online einfach ungehemmter ist, da wird auch mal ordentlich geflucht, Klartext geredet oder auch privats angesprochen. Sieht hier in meinem Umfeld ganz anders aus, viele sind Kollegen und bleiben da automatisch auf Distanz.

    Lustig find ich allerdings die Leute die scheinbar die Fassung verlieren wenn man sagt womit man seine Zeit verbringt "Da verpasst du doch den ganzen Tag.", ganz ehrlich das sagen Leute die sich den Rest des Tages von der Glotze berieseln lassen und von der Welt eigentlich wirklich garnichts mitbekommen.

    Achso, sitzen lassen hab ich wegen Videospielen niemanden, entweder haben diejenigen mitgemacht oder wir sind losgezogen, aber es sind trotzdem immer weniger Leute geworden, teils durch meinen Umzug und teils weil ich mir die Zeit nehme die Leute erstmal zu beobachten und eigentlich immer enttäuscht bin wie oberflächlich und gehässig diese sind.


    Kannst du dir vorstellen, wie sehr Tyrannen die Menschen fürchten, die sie unterdrücken? Ihnen allen ist bewusst, dass ganz sicher eines Tages eines ihrer vielen Opfer sich gegen sie erheben und zurückschlagen wird!
    ~ Harry Potter und der Halbblutprinz


  4. #3
    Team BroFist Avatar von edmvictor
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    Die Dosis macht das Gift.
    Ich habe mit 11 einen C16 bekommen und spiele seit dem Computerspiele.
    Heute bin ich 42, verheiratet, zwei Kinder und ein eigenes Unternehmen. Und ich spiele immer noch.
    Computerspiele alleine sind also nicht für alles verantwortlich.

  5. Mag ich entereloaded mag diesen Beitrag
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