Name: Alexej Bobrow
Ort: Russland, Trümmer Moskaus
Status:Kampfbereit
Leben: 100/100
Beruf: Gefreiter
Fähigkeiten: Russische Standardkampfausbildung
Inventar: Standart Rüstung russischer Streitkräfte im schlechten Zustand, AN-94 Sturmgewehr; 230 "5,45x39 mm" Patronen, Armeemesser, MR-444; 50 9x18m.
Zeit: 13 : 34 Uhr
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Es begann zu regnen, als auch der letzte Zombie unter dem Sperrfeuer der MG's zu liegen kam.
Es gab einen Verlust, den Tod des Mannes, welcher bei der rasanten Bremsung des Militärjeeps, von diesem gegen einige Sandsäcke geschleudert wurde.
Er starb sofort - sein Genick brach bei dem Aufprall.
Wir sammelten uns unter den Tarnnetzen und spannten Bettlacken über die Schlafsäcke, um wenigstens diese vom Regen verschont zu wissen.
Die allgemein schon negative Stimmung eines jeden Soldaten war nun noch mehr getrübt:
Laut der Aussage der vier Soldaten, welche für das Blutbad vor dem Camp verantwortlich waren,
sollten sie eine Botschaft übermitteln.
Angeblich war das Funksignal in Ost-Russland zusammengebrochen. Hinter dem Ural gab es kaum noch verbleibende Forts; Was allerdings noch viel schlimmer war, war die Vermutung das Amerikanische Truppen aus Richtung des Pazifischen Ozeans gelandet waren um einen Überfall auf Moskau vorzubereiten.
Abgesehen davon, waren unsere russischen Brüder rund um Berlin anscheinend von zersprengten deutschen Truppen zurückgedrängt worden - Ich hatte den Angriff auf Europa in keinster Weise unterstützt, aber nun prasselten schlechte Nachrichten von überall auf uns ein und ich fühlte mit meinen Kameraden.
Oberstleutnant Benningsen selbst, war ebenfalls schockiert von dem was er hörte.
Er war nur durch seinen Vater so erfolgreich in seiner Karriere, folglich hatte er keine Ahnung von Entscheidungen dieser Größenordnung.
Nach Ost-Russland zu wandern, war Selbstmord, wir würden nicht ankommen und wenn doch, würden die Amerikaner den Rest von uns überwältigen.
Und auch der Weg nach Berlin war lang, abgesehen davon hatten wir Befehl Moskau zu halten.
Ob wiederum dieser Befehl noch galt, war unklar, die Funkverbindung zur Obrigkeit war zwar online, jedoch antwortet niemand.
Feldwebel Skolow und andere seines Ranges und darunter, waren in der Stimmung Benningsen seine Befehlsgewalt zu nehmen - Im Zweifelsfall waren alle auf Skolows Seite, sollte es noch eine Ausschreitung der Oberstleutnants geben, so würde er wahrscheinlich erschossen werden.
"Was glaubst'n du, was er tun wird?"
Der Fragende, Yuri, saß wieder mit mir und Jan am Feuer, aus Skolow war dabei.
Scheinbar hatte er mir meine Unachtsamkeiten in letzter Vergangenheit noch nicht verzogen.
Wir diskutierten und lästerten über Benningsen, ohne Bedenken, dass er oder einer seiner letzten Loyalen Offiziere zuhören könnten.
"Er wird nichts tun, er ist viel zu dumm, als das er sich über sowas groß den Kopf zerbricht."
Sagte Skolow, und man hörte ihm den Hass in der Stimme an.
Jan warf ein:
"Nun, ich denke nicht, dass der gute Oberstleutnant noch allzu lange dran sein wird,
wenn sogar unser Feldwebel nicht mehr hinter ihm steht."
Er grinste Skolow an, dieser aber schaute grimmig auf und Jan wurde schlagartig stumm.
Ich schwieg, wie so oft in den letzten Tagen.
Aber ich wusste auch nicht, was ich sagen sollte.
Eine Pfeife ertönte, alle blickten auf.
Der Pfeifende, Markow, einer von Benningsen's Arschkriechern,
sorgte für Aufmerksamkeit.
Der Oberstleutnant ergriff unsicher das Wort:
"Also ... ich weiß, dass viele von euch wütend sind ..."
Der sonst so sicher wirkende Befehlshaber wirkte eingeschüchtert, scheinbar kannte er seine inoffizielle Meinung über seine Person.
"Ähm ... wir müssen aber nun mal etwas tun ... und ich habe ... ich habe entschieden, nach Ost-Moskau zu wandern und dort eine ... einer Barriere gegen d-die Amerikaner zu er-richt'n ...
Ähm ... Natürlich wird das nicht einfach, aber wir müssen etwas für unser Vaterland ... für Mutter Russland kä-kämpfen."
Aus der Menge der sich versammelten Soldaten kam hervor:
"Tschuldigung, Herr Oberstleutnant. Wir sind jetzt 3 Monate hier, und ich habe Sie nich' einmal, nicht ein einziges Mal kämpfen sehen!"
Ein weitere rief:
"Wen die Amis kommen, sind die in Überzahl, was sollen wir paar hundert man geg'n 'ne Ami-Armee machen?"
Benningsen versuchte stammelnd etwas zu erwidern, aber nach und nach wurden die Zwischenrufe Lauter und Frecher.
Markow versuchte verzweifelt Stille zu erzwingen und schrie die Erste Reihe an, dass sie die Klappe halten solle, doch seine Rufe gingen im Tumult unter.
Plötzlich zog ein Zweiter Benningsen's Anhänge seine Pistole, auch er schrie gegen die Soldaten an,
feuerte drei Warnschüsse ab, doch der Aufstand stand bevor.
Auch Markow zog seine Pistole, zielte in die Menge und
drückte ab.
Dann brach die Hölle los:
Die Soldaten rannten auf das kleine Podest, rissen Markow und seinen Kollegen von den Beinen und schlugen immer wieder auf die beiden ein.
Weiter Soldaten hatten bemerkt wie der Oberstleutnant versuchte zurück in sein Büro zu kommen,
er wurde abgefangen und auch blieb nicht unverschont.
Die gesamte Wut, welche sich in den letzten Monaten angestaut hatte, wurde auf die drei Offiziere projeziert.
Und abermals ertönte ein Schuss, kein Schuss der Offiziere, sondern der Schuss aus Feldwebel Skolow's MR-444.
Die Soldaten ließen von Benningsen selbst und dessen Männern ab und horchten auf.
"Soldaten, hört mir zu!"
Skolows Stimme war fest und laut, eine typische Offiziersstimme.
"Beruhigt euch doch endlich!
Ich kann genau wie ihr, den Hass und die Wut, welchen ihr angestaut habt, nachvollziehen.
Ich kann verstehen, dass ihr diesen Mann."
Skolow deutete mit dem Finger auf den ehemaligen Befehlshaber.
"Dafür büßen lassen wollt, was er euch und euren Freunden und euren Familien angetan hat.
Ich kann dass nachvollziehen, glaubt mir, auch ich habe in dieser Zeit getrauert.
Jedoch dürfen wir nicht vergessen, dass es in dieser Stadt und in diesem Land einen viel schlimmeren Feind gibt - Dass, was da draußen auf der Welt Unheil anrichtet, muss unschädlich gemacht werden, solange wir noch die Chance dazu haben.
Danach können wir wieder in unsere kleinen, bedeutungslosen Streiteren verfallen, aber zuerst, sollten wir nicht vergessen, dass die Macht der Infizierten stetig wächst und irgendwann nicht mehr einzudämmen sein wird."