Okey
Die Serie wollte ich ja auch noch schauen. Die Filme sind ja ne alternative Version oder ?
Die Filme sind sogennante Rebuilds des Animes, also wurden viele Elemente eingefügt oder verändert. So gibts einen neuen Charakter und die Story geht schneller vorran, die Serie würde ich trotzdem schauen, finde sie extrem gut und Asuka erhält mehr Aufmerksamkeit als im Film.
@Kimran : Du hattest übrigens Recht. Ich bin mittlerweile bei meinem "To Aru Majutsu no Index doch noch eine zweite Chance geben"-Projekt bei Episode 15 der ersten Staffel angekommen und muss sagen, dass die Serie bis auf kleinere Fehler, die wir beide schon besprochen haben, doch recht gut ist. Sie gefällt mir mittlerweile wesentlich besser als bei meinem ersten Versuch und hat in Teilen eine richtig gute und schön düstere Atmosphäre.
Lediglich die Comedy-Elemente bzw. eher die Qualität jener nerven (mal wieder), aber das ist wohl leider ein Teil des kompletten To Aru-Franchises.
edit: So etwas kommt dabei raus, wenn man zuviel Langeweile hat. -.-
@Kimran: Du hattest übrigens Recht. Ich bin mittlerweile bei meinem "To Aru Majutsu no Index doch noch eine zweite Chance geben"-Projekt bei Episode 15 der ersten Staffel angekommen und muss sagen, dass die Serie bis auf kleinere Fehler, die wir beide schon besprochen haben, doch recht gut ist. Sie gefällt mir mittlerweile wesentlich besser als bei meinem ersten Versuch und hat in Teilen eine richtig gute und schön düstere Atmosphäre.
Lediglich die Comedy-Elemente bzw. eher die Qualität jener nerven (mal wieder), aber das ist wohl leider ein Teil des kompletten To Aru-Franchises.
Wenn dich die Comedy elemente jetzt schon stören dann Freu dich auf Staffel 2 *hust*
Ne ehrlich alles in grenzen auch wenn man an Toumas gesunden Menschenverstand zweifelt....oder eher..... an seinet fähigkeit an eine offene Badezimmer/Schlafzimmertür anzuklopfen..statt einfach rein zugehen *AARRRRGHHH* beim 500dertsten mal nicht mehr witzig
Ich habe beide Staffeln ja bereits vor mehrere Monaten komplett gesehen. Deswegen weiß ich, was mich erwartet. Vor dem Sportfest habe ich jetzt schon Angst.
Aber ich bin es mittlerweile ja schon von fast jedem Anime den ich bisher gesehen habe gewohnt, dass mir die Comedy-Elemente auf die Nerven gehen. Dementsprechend werde ich das auch überleben. Ich glaube ich bin einfach nicht empfänglich für diesen japanischen Humor, der sich in seinen Grundelementen ein ums andere Mal wiederholt.
Dialogwitz, wie zum Beispiel bei Bakemonogatari oder Black Lagoon, ist einfach viel zu selten. Zumindest meiner Meinung nach.
Welcome to the N.H.K. ,kann ich nur empfehlen ist bisher der Beste Anime den ich gesehen hab was die Story und Charaktere angeht. Er hat zwar erst mal einen Turbulenten einstieg, aber spätestens nach 6 Folgen kann man nicht mehr aufhören.
Wenn dir etwas nicht gefällt, dann spreng es in die Luft um nachher festzustellen das es doch gut
aussah
Ich habe jetzt endlich mal eine Rezension zu der Serie Black Rock Shooter TV verfasst. Ich hoffe das sie einigermaßen gut zu lesen ist. Mal an @Kimran gerichtet: Ich meinte ja bereits vor ein paar Wochen, dass ich etwas weiter ausholen muss, wenn es um diese Serie geht. Hier ist der Grund dafür.
Aber natürlich richtet sich meine Rezension an jeden geneigten Leser. Da sie ein kleines bisschen Überlänge hat, packe ich sie mal in einen Spoiler:
Diese Rezension könnte etwas länger als der Rest werden, da ich relativ viel zu dieser Serie zu sagen habe. Meiner Meinung nach ist sie ein audiovisuelles Meisterwerk. Weshalb ich trotz zum Teil äußerst negativer Rezensionen, Flames und einer gespaltenen Community dieser Meinung bin, möchte ich nun mit meiner Rezension darlegen. Eines vorweg, diese Rezension wird einen sehr positiven Grundtenor haben. Jedoch wird diese Serie sehr kontrovers diskutiert und spaltet ihre Community. Nur weil ich sie mag heißt es nicht das sie euch automatisch gefallen wird. Dafür ist sie viel zu eigen und unkonventionell. Dazu jedoch später mehr.
Beginnen möchte ich zunächst mit der Geschichte des Franchises und mit dem ersten Kontakt, den ich mit diesem Universum hatte. Das ist deswegen wichtig, da der Hintergrund und das Wissen, mit dem man an diese Serie herangeht, bei vielen Menschen für eine entweder positive oder negative Meinung relevant ist.
Widmen wir uns demnach zuerst der Frage, was denn "Black Rock Shooter" (im Folgenden allgemein "BRS" betitelt) überhaupt ist und wie es entstanden ist. BRS ist ein Anime-Franchise, welches aus Charakterstudien des japanischen Zeichners Huke entstanden ist. Eine Vocaloid-Gruppe namens Supercell produzierte nun ein auf jenen Charakterdesigns basierendes Lied und Musikvideo, welches eine weltweite Fanbase fand. Schnell wurde bei den Fans der Wunsch nach einer Anime-Produktion laut, welcher dann im Jahre 2009 mit einer von Ordet produzierten Original Video Animation (OVA) befriedigt wurde. Diese OVA etablierte eine Storyline, welche sich entscheidend auf die hier diskutierte Serie auswirken sollte. Obwohl die OVA anfangs insbesondere in der realen Ebene der Handlung nicht alle Leute befriedigen konnte, wird sie nun mir komplett unverständlicherweise seit dem Release der Serie als der heilige Gral angesehen.
Interessant bei diesem Franchise ist das aufgrund der Entstehungsgeschichte komplette Fehlen einer zentralen Storyline. Die Charakterstudien haben sich wie das Lied auf eine surreale Welt und den Kampf des namens gebenden Charakters gegen andere Charaktere konzentriert. Die OVA erweiterte die surreale um eine reale Ebene, die zunächst auf wenig Gegenliebe stieß und viele Fragen offen ließ. Des Weiteren gibt es noch ein PSP-Spiel mit einer komplett anderen Story, die eindeutig dem Genre Science-Fiction zuzuordnen ist. Der Manga namens "BRS: Innocent Soul" bewegt sich dagegen eher im Fantasy-Bereich und erinnert von der Story her an Bleach bzw. Shakugan no Shana. Demnach ist das einzige wiederkehrende Element der Charakter BRS, der im Laufe der Jahre mehr oder weniger starke Designänderungen erfahren hat.
Meine erste Begegnung mit dem Franchise ist nun schon mehrere Jahre her. Das war noch zu der Zeit, als ich Animes nicht leiden konnte und ich nichts mit so etwas anfangen konnte. Ein Kollege hatte sich in X-Fire den Nickname "Black Rock Shooter" gegeben und ich war aufgrund des Wortlauts rein prinzipiell an den Hintergründen interessiert. Als er mir jedoch sagte, dass er den Namen aus einem Anime entnommen habe, verlor ich damals ganz schnell das Interesse, zumal das dazugehörige Lied überhaupt nicht meinem Geschmack entsprach und es immer noch nicht tut. Ich hass(t)e es. Der Name ist mir jedoch irgendwie im Hinterkopf geblieben. Als ich nun Jahre später allmählich anfing mich mit dem Genre "Anime" zu beschäftigen und auf der Festplatte eines Kumpels die OVA von eben jenem Franchise entdeckte, entsann ich mich an meinen Kollegen, der jene OVA in höchsten Tönen gelobt hatte. Mein Interesse war geweckt, ich zog mir die OVA und schaute mir die ersten paar Minuten an. Gelangweilt machte ich erst einmal wieder aus und habe sie mir erst Monate später komplett angesehen. Die Musik und das Artdesign haben mir zwar doch ganz gut gefallen, jedoch kam mir die Verknüpfung zwischen echter und surrealer Welt arg spanisch vor und ich verstand nicht viel. Die Euphorie meines Kollegen konnte ich nicht nachvollziehen, zumal mir die OVA eher wie ein Prequel für eine bis heute nicht erschienene Serie vorkam. Allerdings hatte es die OVA geschafft, zumindest ein prinzipielles Interesse bei mir zu wecken. Weitere Monate später sah ich dann, dass es zu (BRS) eine TV-Serie geben wird, die Anfang diesen Jahres in Japan anlief. Reinschauen wollte ich mal, ein gesteigertes Interesse hatte ich jedoch nicht.
Wieso ich diesen ganzen Schmus erzähle? Um klarzustellen, dass ich vor der Serie nicht viel mit dem Franchise anfangen konnte und mir jede Publikation in diesem Bereich nicht gut gefallen (z.B. die von allen Seiten hochgelobte OVA) bis komplett missfallen (z.B. das von allen Seiten hochgelobte Lied) hat. Dementsprechend bin ich ohne rosa-rote-Fanboy-Brille und mit einem eher kritischen Blick an die Serie gegangen. Dafür war meine Überraschung dann umso größer, als sich die Serie als das entpuppte, was ich nun beschreiben möchte.
Black Rock Shooter TV:
Diese acht Episode umfassende Serie wurde im japanischen Fernsehen vom 3. Februar bis zum 23. März 2012 ausgestrahlt. Die Produktion übernahm wieder die Firma Ordet. Ausgestrahlt wurde sie spätabends im Programm des Senders Fuji TV, genauer gesagt war sie Teil des Programmblocks "noitaminA".
Kommen wir zunächst einmal zur Story.
Die Kurzbeschreibung auf anisearch.de (im Folgenden Spoiler zu finden) ist wenig aussagekräftig und in einem Punkt sogar falsch.
Diese alternative Version zu Black Rock Shooter spielt einige Jahre später und Mato Kuroi geht mittlerweile auf die Oberschule. Mit ihrem offenen und freundlichen Auftreten versucht sie auf Anhieb neue Freunde zu gewinnen. Allen voran die schüchterne Mitschülerin Yomi Takanashi, doch deren Freundin Kagari scheint eine tiefe Abneigung gegen Mato zu haben. Das hält das quirlige Mädchen natürlich nicht davon ab, es trotzdem zu versuchen.
Währenddessen kämpft Black Rock Shooter in einer Parallelwelt gegen neue Gegner und gegen ihre erbitterte Widersacherin Dead Master.
Anders als man es nach dem Ansehen der OVA erwarten würde ist die Serie keine Fortsetzung, sondern - wie anisearch richtig anmerkt - eine Neuerzählung bzw. alternative Version jener. Der Zeitraum (Mittelschule) ist jedoch derselbe geblieben.
Grundlegend hat anisearch mit der Ausgangsbasis rund um das Freunde finden schon Recht, jedoch wirft die Beschreibung meiner Meinung nach ein etwas falsches Bild auf die Serie. In meinen Augen suggeriert die Beschreibung einen typischen und x-beliebigen Slice-of-Life-Anime. Wenn BRS jedoch eines ist, dann ist es alles andere als typisch und x-beliebig. Trotz der geringen Episodenzahl entfaltet sich die Story erst recht langsam. Dies ist jedoch keineswegs negativ, da das Pacing der Story schlichtweg perfekt ist. Die langsame Entfaltung liegt darin begründet, dass die Serie starke Mystery-Elemente beinhaltet und zunächst einmal ein Grundkonflikt aufgebaut wird, auf dem spätere Ereignisse basieren. Wie in der OVA gibt es auch in der Serie eine reale und eine surreale Ebene, wobei letztere gerne als "Other World" bezeichnet wird. Anfangs ist die Verbindung zwischen beiden Welten nicht erkennbar und schleierhaft, jedoch wird anders als in der OVA relativ schnell eine extrem gut gemachte und sich immer weiter aufbauende Verknüpfung zwischen ihnen hergestellt. Ein großes Fragezeichen ist am Anfang der Serie komplett normal, zumal der Zuschauer durch geschicktes Story-Telling auf die ein oder andere falsche Fährte gelockt wird. Dies ist jedoch wie der grandiose Twist so gut gemacht, dass es keineswegs störend ist sondern viel eher die Tiefe und die auf den ersten Blick unerklärlichen Ereignisse passend unterstützt. Aber eines vorweg, wir befinden uns mit BRS zu keinem Zeitpunkt im klassischen Horror- oder Mystery-Genre. Die Story ist zwar sehr mysteriös gehalten, jedoch würde ich sie nur schwer zur klassischen Mystery zählen wollen, da unser stereotypes Bild von jener doch recht stark davon abweicht. Das Story-Telling ist allerdings wirklich perfekt und fesselt den Zuschauer an die Serie, wenn er denn mit der Thematik etwas anfangen kann.
Denn BRS ist keine leichte Kost. Es hat so gut wie keine lustigen Stellen und wird von psychisch sehr labilen Charakteren getragen, die alle irgendwo einen seelischen Knacks haben. In vielen Foren wird das Verhalten der Charakter bemängelt und als unrealistisch bezeichnet. Jedoch wird dabei einerseits oft das sehr junge Alter der Protagonisten vergessen und anderseits komplett übersehen, dass das Verhalten der Charakter innerhalb des Serien-Universums komplett und total nachvollziehbar ist. "Schmerz" ist bei dieser Serie ein sehr wichtiges und immer wieder kehrendes Element. Dazu gehört auch eine im Vergleich zur harmlosen OVA weitaus größere Brutalität. BRS ist natürlich kein Splatter, aber an mehreren Stellen wurde ich doch von der Gewaltdarstellung überrascht, da ich sie bei dieser Produktion in der Form nicht erwartet hätte. Allerdings ist sie auch irgendwie passend, da sie die wichtigsten Charaktermerkmale des Charakters "Black Rock Shooter" wiedergibt: Eiskalt, gefühlslos und effizient.
Doch kommen wir nun zum nächsten Teil, der Symbolik:
Diese Serie ist ein Fest für jeden exzentrischen Irren (wie mich), der sich für verschiedene Bedeutungsebenen, Farbsymboliken, Metaphern und das Spiel mit Symbolen im Allgemein begeistern kann. Die ganzen Metaphern, Anspielungen und Symbole sind einer der Gründe, weshalb die Serie ein audiovisuelles Meisterwerk für mich ist. Seitdem ich damals noch in der Schule einen Stanley Kubrick-Film bis aufs kleinste Detail analysieren musste, habe ich ein Faible und ein Auge für so etwas. Es ist meinem kranken Geiste geschuldet dass ich vermutlich 20mal soviel in die Serie reininterpretiere, als der normal tickende Zuschauer überhaupt bemerken wird. Meiner Meinung nach ist jeder "Kamera"winkel, jeder Farbkontrast, jedes Symbol (zum Beispiel der Stern auf einer Kaffeetasse) und jeder Lichteinfall von den Machern genau geplant und gewollt gewesen. Zumindest in meinen kruden Gedankengängen ergeben jene Elemente viel zu viel Sinn, als das sie Zufall sein könnten. Viel mehr möchte ich dazu nicht sagen, da es fast automatisch einen Spoiler darstellen würde. Auch bedienen sich die Produzenten diverser Stilmittel, um die Atmosphäre zu tragen und zu intensivieren. In welcher anderen Serie aus der heutigen, von Action-Filmen und einer allgemeinen Schnelllebigkeit geprägten Zeit haben die Produzenten denn noch den Mut, ein über 30-sekündiges und nur von der Musik getragenes Standbild einzubauen? Es klingt nach nichts Besonderem, jedoch wird mir vermutlich jeder, der die Szene kennt, zustimmen, wie intensiv sie aufgrund dieses Stilmittels auf den Zuschauer gewirkt hat. Die Verknüpfung der beiden Welten wird durch die Symbolik perfekt gestützt und vorangetrieben. Einer der besten Nebeneffekte davon ist die...
...Atmosphäre:
Die Atmosphäre innerhalb der Serie ist nicht geringer als grandios. Neben der Erzählstruktur der Story wird die Atmosphäre natürlich am Meisten durch das Artdesign und die musikalische Untermalung gestützt. In beiden Punkten überzeugt die Serie auf ganzer Linie.
Die Animationsqualität ist hervorragend. Zwar haben die Charaktere in der realen Welt in ganz seltenen Fällen mal ein paar kleinere animationstechnische Schwächen und Inkontinuitäten im Charakterdesign, jedoch ist es zu keinem Zeitpunkt störend und dazu noch die reine Ausnahme. Mir persönlich hat zwar das Charakterdesign von Mato und Black Rock Shooter in der OVA ein bisschen besser gefallen, das ist jedoch eine rein persönliche Sache. Denn das Artdesign gehört im Ganzen mit zum Besten, was ich bisher im Anime-Bereich gesehen habe. Die reale Welt ist im Vergleich eher normal animiert, allerdings auf einer extrem hohen Stufe. Wirklich herausragend ist dagegen das Design der "Other World". Jede Ebene der Other World ist mit einer mehr oder weniger direkten Metapher und Anspielung auf die echte Welt versehen und wartet mit einem schlichtweg einzigartigen und extrem grandiosen Leveldesign auf. Die CG-Effekte wurden von den Machern so perfekt integriert, dass sie überhaupt nicht auffallen und ein extrem hochwertiges und dynamisches Bild erzeugen. Ich habe zwar ein kleines bisschen die in Ruinen liegende, stark ans Gotische erinnernde Umgebung der OVA vermisst, jedoch ist auch dies meinem persönlichen Geschmack geschuldet und wertet das Design der Serie keineswegs ab. Das Artdesign ist im Bereich Atmosphäre aber nur die halbe Miete, kommen wir deshalb nun zum...
...Sound:
Diese Rubrik ist prinzipiell ganz einfach abzuhandeln. Der Sound ist perfekt. Punkt. Die Soundeffekte sind von äußerst hoher Qualität und immer passend. Was jedoch weitaus wichtiger ist, ist die musikalische Untermalung. Und die ist wahrhaft gigantisch. Ich habe noch nie in meinem Leben eine andere Serie oder einen anderen Film gesehen, wo die Musik so PERFEKT zu der jeweiligen Szene gepasst hat. Die Komponisten haben zu jeden Zeitpunkt die absolut perfekte Wahl getroffen. Die Stimmung der Szenen wird unglaublich gut von der Musik eingefangen und extrem verstärkt. So eine grandiose Arbeit ist mir noch nicht ein zweites Mal untergekommen. Selbst Mass Effect sieht mit seinen grandiosen OSTs kein Land gegenüber diesem Meisterwerk. Das kann man einfach nicht anders bezeichnen. So schlecht ich das ursprüngliche Lied von Supercell fand, so genial finde ich die OSTs der Serie. Ich habe das komplette OST-Album auf meinem MP3-Player und kann nur sagen, dass die Musikstücke auch von der Serie losgelöst sehr gut klingen. Wirklich perfekt wird es aber nur im Zusammenspiel mit den Szenen. Traurig, episch, psychopatisch, der Soundtrack kann einfach alles. Unglaublich gut und konkurrenzlos. Die Musik innerhalb der OVA war ja schon sehr gut, aber kein Vergleich mit diesen Stücken.
Die perfekte Musik in Verbindung mit dem extrem hochwertigen Artdesign und der grandiosen Erzählstruktur erzeugt einfach eine einzigartige Atmosphäre, der man sich nur schwer entziehen kann. Zumindest mir geht es so. Das ist aber nicht die Regel
Ich weiß aufgrund mehrerer Gespräche mit Kollegen und der Lektüre von diversen Foren, dass diese Serie sehr kontrovers diskutiert wird. Viele hassen sie abgrundtief und können mir ihr nichts anfangen, wohingegen andere sie wiederum als Meisterwerk ansehen. Ich gehöre eindeutig zur letzteren Gruppe, ohne jedoch in irgendeiner Form Fanboy davon zu sein. Dafür sagt mir der Rest des Franchises einfach nicht genug zu und blindes Fanboy-Gehabe entspricht auch nicht meiner Art.
Alles in Allem kann ich diese Serie nur mit 10 von 10 Punkten bewerten. Das hat bisher nur das geniale Ghost in the Shell-Franchise geschafft und gehört damit zu meinen absoluten Favoriten. Für mich war sie trotz sehr starker Konkurrenz die Überraschung des Jahres 2012 schlechthin.
Doch trotz meiner lobenden Worte spreche ich keine unbedingte Empfehlung für diese Serie aus.
Dafür ist sie viel, viel zu eigen und unkonventionell. Weder in der Anime- noch in der Realfilm-Welt habe ich bisher etwas vergleichbares gesehen. Ich persönlich vergleiche sie von der Seherfahrung her gerne mit Requiem for a Dream. Es wird mit Sicherheit Menschen geben, dir mich für diesen Vergleich köpfen würden, jedoch hatte ich bei beiden Produktionen ein sehr ähnliches Erlebnis. Beide sind in meinen Augen Meisterwerke, schwere Kost und nicht leicht zu gucken. Aber dafür umso besser und nachhaltiger als viele andere "Fast-Food-Produktionen".
Mir ist bewusst, dass man die Story an sich auf ein ganz einfaches Element herunterbrechen kann (das werde ich hier aber nicht nennen), jedoch führt dies keineswegs zu einer Abwertung. Auch das Ende ist vielleicht ein bisschen zu _________, jedoch schließt es die Serie perfekt ab. Ich habe die Stelle extra frei gelassen, da jedes von mir gewählte Adjektiv so oder so ein Spoiler wäre. Dies möchte ich natürlich vermeiden.
Warum ich so viel geschrieben habe? Das ist eigentlich ganz einfach. Mich hat die Serie insbesondere aufgrund der eher schwachen Leistung des eigentlichen Franchises in der Vergangenheit absolut geflasht. Ich hätte vor dem Hintergrund des grottigen Liedes und der eher durchwachsenen OVA nie mit so etwas Gutem gerechnet.
Falls ihr Interesse an der Serie habt: Sowohl NanaOne als auch chinurarete haben sie auf Deutsch gesubbt und extrem hochwertige Arbeit abgeliefert. Welche der beiden Gruppen ihr nehmt ist reine Geschmackssache, beide haben eine gleich hohe Qualität.
Das war es dann mit meiner überlangen Rezension. Ich habe fertig.
Dieser kleine Post gibt eigentlich meine komplette Meinung zu dieser Serie wieder. Vielleicht interessiert es euch ja. Über Feedback bezüglich der Strukturierung und meiner allgemeinen Art würde ich mich sehr freuen. Es ist nebenbei meine erste, wirklich vernünftig ausformulierte Rezension.
hmmm, joa, Hellsing müsste man mal wieder kucken... hat zu den Animes gehört, mit denne ich eingestiegen bin.... das is so gesehehn noch gar nicht soooo lang her....