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Ergebnis 1 bis 3 von 3
  1. #1
    Holzfäller Avatar von Chrree
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    Wenn die Realität fremdgesteuert würde

    Ich habe vor langer Zeit mal eine Folge von Outer Limits gesehen in der es darum ging, dass ein Typ herausfindet das Menschen es nicht in der Hand haben was auf der Welt passiert und das Zufälle keine sind, sondern jemand alles manipuliert. Soweit ich weiß, war der Grund das wir selber nicht klar kommen würden wenn nicht alles für uns entschieden würde und festgelegt würde was passiert usw.

    Bis heute habe ich immer wieder mal den rein hypothetischen Gedanken, was wäre wenn das so ist? Vermutlich geht es jedem so, dass man regelmäßig Zufälle erlebt wo man irgendwann denkt "Das kann doch nicht jedes Mal Zufall sein!". Zum Beispiel das sich immer genau dann wenn es einem schlecht geht Leute melden, von denen man nicht oft was hört, oder das man manchmal an irgendeinen Film denkt den man lange nicht mehr gesehen hat und der entsprechende Film jedes Mal plötzlich im Fernsehen läuft. Das man richtiges Pech hat und dann 10 Dinge auf einmal schief gehen und an einem Tag die Katze stirbt, der Fernseher kaputt geht, die Freundin Schluss macht, man krank wird und man seine Brieftasche verliert.
    Hat irgendwer hier auch schon mal so einen Gedanken gehabt, als sei man in der Truman Show und wie würdet ihr reagieren wenn ihr feststellt, dass irgendwer für alles zuständig ist was so täglich schief läuft?

  2. Mag ich fedrinas mag diesen Beitrag
  3. #2
    Pilzsammler Avatar von fedrinas
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    Dazu kann man ja auch sagen...

    Der Glaube versetzt Berge und das Vertrauen lässt Ganoven rein!

    ...oder so ähnlich. Das ganze ist schon irgendwie seltsam.

    Das hat wohl parallelen zum Minecraft-Weltgenerator. Eigentlich eine ganz hübsche überschaubare und planbare Sinus-3D-Welt. Dank der Rauschfunktionen wird das total chaotisch und dadurch erst zum Spiel. Mit der realen Welt ist es wohl genauso. Vieles ist planbar. Das funktioniert aber nur in einer Insellösung ohne Störeinflüsse gut. Schon das Wetter ist einer der übelsten Störeinflüsse. Kommen dann noch Viele zusammen, die etwas geplant haben, dann kommt es bei einer Störung zur Kettenreaktion und am Ende verschieben sich alle Pläne. Sogar die von dem, der nie was vom Auslöser gehört oder gesehen hat.

    Das ist ja nur das Äußere des ganzen Problems. Das ganze ist so komplex, dass es nicht mal die besten Wissenschaftler verstehen. Die Natur des Menschen ist dann eben, solche Zusammenhänge zu abstrahieren und zu vereinfachen. Das Problem wird solange komprimiert, bis es wirklich alle verstehen oder zumindest sehr viele.

    Das Ergebnis ist der Glaube. Auf die Weise lassen sich solche Dinge beschreiben. Und da sind wir auch schon ganz nah an der Sache dran. Irgendwer, also der Gott, ist dann ja irgendwie für alles verantwortlich. Er wird also alles steuern und machen.

    Da entstehen nun sehr schöne Phänomene. Gläubige geben die Verantwortung ab und lassen den da oben mal machen. Andere weniger gläubige haben dann vielleicht das Gefühl von anderen Strenggläubigen ferngesteuert zu werden im Namen ihres Gottes.

    Das ist eine mögliche Ursache des Ganzen. Man kann es auch einfach bei sich selbst suchen. Bestimmte Menschentypen ziehen bestimmte Menschentypen an. Es gibt da sozusagen Mechanismen, die andere anziehen und wiederum andere abstoßen. Je nach Ausrichtung kann das im ungünstigen Fall bedeuten, dass einer allen vertraut und sich immer gutgläubig abziehen lässt und das bis an sein Lebensende. Andere sind komplett vernagelt und unerreichbar. Im Normalfall sollte sich das ausgleichen und es kommt zu einem gesunden Mittelmaß. Doch was ist normal? Nichts! Alles ist nur aus der Sicht des Betrachters normal oder eben nicht. Und so kann es einem vorkommen, dass es sich normal anfühlt ferngesteuert zu sein.

    Es gibt ein Paar Tricks um die Fernbedienung des Gegners teilweise bis ganz funktionslos werden zu lassen. Hier mal so ein Paar Anregungen.

    Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser
    Eine der wichtigsten Lektionen auf diesem Planeten. Mit Vertrauen kommt man heute nur noch selten weit. Damit wäre die Abzocktaste mal stark beeinträchtigt bis funktionslos. Allerdings behindert das die Netzwerktaste. Der Verbindungsaufbau zu anderen, die man selbst fern steuern kann, ist stark eingeschränkt.

    Wer an die Wahrheit glaubt, hat die Lüge gefunden
    Auch so ein Problem. Der Glaube hilft nur selten weiter und nur bei sehr genau beschriebenen Problemen und in isolierten sicheren Systemen. Im Normalfall ist der Glaube sinnfrei und schafft nur neue Probleme. Die Lösung ist da nicht unbedingt schwer. Man muss sich nur vom Glauben befreien und seinen eigenen Glauben installieren. Natürlich ohne Bekehrungsfunkton. Man will ja damit niemanden fern steuern. Und siehe da, der Lügendetektor funktioniert wieder und blockiert alles, was nicht belegt werden kann oder ins eigene Weltbild passt.

    Vergangenheit und Zukunft verschmelzen zur erweiterten Gegenwart
    Wer zu weit in die Zukunft denkt, der wird Abhängig vom Erfolg. Und der ist nun mal ein gigantischer Joystick für den Gegner. Man kann das ganz einfach verhindern, in dem man nur kurzfristig denkt. Den Rest lagert man aus in einem Kalender oder anderem Hilfsmittel und schließt es weg. Der Horizont sollte so bei maximal einhundert Stunden liegen. Danach kann man noch in Wochen besser Monaten abstrahieren und sozusagen Aktivierungspunkte setzen. Die sind dann dazu da um Termine aus dem Kalender präzise nachladen zu können. Da bleibt nur noch das Problem des Termincrashes bei vielen Dingen auf einmal. Da hilft eigentlich nur sammeln und dann regelmäßig mit dem Vorhandenen abgleichen. Ansonsten gilt immer: Meine Welt ist nur bis etwa fünf Tage im Voraus geladen und darüber hinaus noch nicht existent. Wer also aus der Ferne in der Zukunft auf einen Zugreifen will, der greift ins Leere. Er wird einen nur erwischen, wenn er auf die Gegenwart zugreift und das ist dann mal wirklich Zufall. Die Vergangenheit lässt sich so ähnlich behandeln. Möglichst rasch komprimieren oder schnell auslagern. So das sie nach ebenfalls einhundert Stunden entladen werden kann. Da ganze Leben passt so in eine Woche und das ist die erweiterte Gegenwart.

    Dann gibt es noch etwas sehr geniales. Das ist der Negativ-Positiv-Energiewandler. Das zu bauen ist durchaus schwer und man muss vorher das Vertrauen und den Glauben entsorgt haben so wie die erweiterte Gegenwart beherrschen. Dazu gehört noch mindestens eine Ehrenrunde durch die Hölle. Also mehr oder weniger ein Neustart. Allerdings überleben das die Meisten nicht, weil sie Herunterfahren und sozusagen nicht mehr anspringen. Wer es doch schafft, hat die besten Voraussetzungen für das Tool. Von Vorteil ist noch viel Kreativität, um so mehr um so besser.

    Im Normalfall funktioniert das so: Trifft man auf seinen Gegner oder wird mit negativer Energie beschossen, so wird diese nicht in Ärger, Aggression und Stress umgewandelt, sondern erst mal gespeichert. Danach wird diese einfach gespiegelt und zwar so, dass positive Energie entsteht. Ein geringer Teil der negativen Energie wird für den Betrieb des Wandler benötigt und verbraucht. Der Rest liegt nun bereit und kann aus vollen Rohren auf den Gegner abgefeuert werden. Ein Aufsparen für später geht auch. Diese Methode ist genial und vollkommen gewaltfrei. Der Gegner bekommt dann in der Regel eine Sinnkrise, denn er erwartet ja, dass man durch dreht. Wenn man ihn aber in eine Dankesrede hüllt und am besten noch vor versammelter Mannschaft, dann hat er nichts mehr nach zu legen. Der Wandler funktioniert auch hervorragend mit der Ignore-Taste. Also einfach weiter machen wie bisher und sich so positiv aufladen. Hin und wieder mal ein Leuchtfeuer absetzen und das Leben macht unendlich Spaß.

    Hat man schließlich den Stressnullpunkt erreicht, dann ist es ein Ding der Unmöglichkeit einem Überlastangriff zum Opfer zu fallen. Also man kann von niemanden mehr ausgehebelt werden. Gewaltsam Ausraster gehören dann der Vergangenheit an. Am Ende kann man ja sogar sagen. Wer hat jetzt wenn ferngesteuert?

    Noch ein kurzer Check, was ich alles drauf habe von der Betrachtung
    Glaube: starb im letzten Leben
    Vertrauen: starb ein Leben vor dem letzten Leben
    Erweiterte Gegenwart: in Perfektion max 8 Tage, 4 pro Richtung
    Höllenritte: 2
    Energiewandlerreaktor mit Weltentor in eigene Dimension
    Landkarten in anderer Dimension: 3
    Hologrammgenerator über alle Sinne anwendbar
    Stresslevel: 0
    Erfahrungslevel: 4, das alter einfach multiplizieren
    Kreativität: maximal ausgebaut

    Zum Thema Fernsteuern habe ich auch noch eine Spezialanwendung. Namen hat es bestimmt viele, aber ich nenne es meistens Leitsystem. Das Prinzip ist einfach. Ich laufe Strecken und messe deren Länge in Zeit. Daraus erstelle ich einen Fahrplan mit Taktung. Um es nun zum Laufen zu bringen, benutze ich das Weltentor am Energiewandlerreaktor. Ich lade mir ein Paar Teile herunter und stelle das Holographisch dar. Ist das Konstrukt vollständig geladen, kann ich mich an jedem beliebigen Punkt der Strecke einloggen und mich ans Ziel bringen lassen. Am Ende wieder ausloggen. Reste von negativer Energie werden dabei verbraucht. Außerdem steigt die Geschwindigkeit leicht an. In dem Fall kann das sogar sehr interessant sein mit dem sich Fernsteuern lassen. Es ist aber nicht unbedingt leicht. Dafür ist so was in Sachen Stressabbau oder Stressvermeidung eine der besten Optionen. Den zu Spät kommen, geht da nicht mehr. Außer die Konstruktion ist fehlerhaft gebaut worden.

    Und bevor ich es vergesse. Minecraftwelten sind das bei mir nicht und auch kein Besuch im Nether sowie Ende. Das kann man nur in der Realität machen und auf diesem Planeten. Planbar ist es auch nicht. Versuche in die Richtung führen eigentlich immer zum Misserfolg. Da hilft nur: Einfach Leben und Glück haben. Oder den Richtigen mit der richtigen Fernbedienung finden.

    Damit werfe ich mal meine Fernbedienung in den Ring. Das Gelump brauch ich ja eh nicht mehr. Den andere Fernsteuern macht ja keinen Spaß. Ich nutze andere ja wie eine Batterie, wenn sie es zu spät merken, sind sie alle. Und ich setze dafür wieder ein neues Leuchtfeuer ab.

    Ich glaube mal, es liegt auch viel am System. In der ganzen Betrachtung ist ja der Faktor Geld nicht drin. Der ist ja im Prinzip wie die Masterfernbedienung. Und wenn man dann die Dinge so sieht im Bereich der Politik und die Überwachung. Wer hat da nicht das Gefühl fern gesteuert zu werden. Das bleibt nicht aus. Wenigstens gibt es ja Möglichkeiten das ganze irgendwie abzuwehren oder zumindest mit umgekehrten Vorzeichen zurück zu geben. Anders lässt es sich ja fast nicht bewergstelligen.

    Da wäre mal noch interessant zu wissen, wie sich ein Mensch allein im Dschungel fühlt. Der müsste sich ja von der Natur fern gesteuert fühlen. Also die Tiere zeigen ihm wo es lang geht und wann es Zeit ist auf den Teller zu hüpfen als Hauptgericht. Dann braucht man eben eine bessere Fernbedienung und das Tier landet auf dem eigenen Teller als Hauptgericht.

    Und mal ganz ehrlich. Würde einer heraus kriegen, dass es so ist. Also das wir alle fern gesteuert werden. Glauben würden es nur die Weltuntergangsspezialisten. Die würden dann alles Geld der Welt absaugen und sie damit tatsächlich unter gehen lassen.

  4. #3
    Team Jung-Stuten Avatar von TheStarman
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    Ich weiß, wie du dich fühlst, Chrree.
    Bei mir ist es so, immer wenn ich an einer bestimmten Straßenkreuzung vorbei laufe, biegt von da ein Auto in meine Richtung ein. Und das selbst nachts, wenn eigentlich überhaupt kein Auto dort noch vorbei fährt.
    Oder ich habe plötzlich ein Lied im Kopf, das ich seit Ewigkeiten nicht mehr gehört habe und plötzlich läuft es im Fernsehen als Hintergrundmusik oder wird mir bei Deezer als Lied vorgeschlagen.

    Ich denke bei solchen Momenten immer an die Truman-Show und dass ich ja vielleicht Kandidat in einer ähnlichen Fernsehsendung sein könnte...

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