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  1. #1
    >>> 42 <<< Avatar von Tyrargo
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    Brauche ich wirklich einen Rootserver - Lesen, Nachdenken, Entscheiden!

    Ein kleiner Text, der sich jeder einmal durchlesen sollte, bevor man sich einen dedizierten Server oder vServer holt!


    Du kriegst ziemlich viel Taschengeld von deinen Eltern. In deiner Klasse munkelt man, du wärst unter den Spitzenverdienern. Am Monatsende bleiben dir sogar ein Euro über, die du nicht direkt in Playstation-Spiele und Discobesuche investiert hast. Das muss sich ändern, sagst du dir, wozu hat man denn Geld.

    Du beschließt daher, dein eigener Linux-Server muss her. Du weißt zwar noch nicht genau wozu du den später benötigst, aber du hast dich selbst längst überzeugt, und du bestellst. Du musst dich beim Ausfüllen des Formulars zwar 2-3 Jahre älter machen, damit du den Vertrag abschließen kannst, aber was macht das schon.

    Wo ist die Systemsteuerung?

    Schon wenige Tage später hast du ihn, deinen schicken, neuen, tollen Linux-Server mit gewaltigen 100 MBit direkt ins Internet. Absolut problemlos und spottbillig, dein WoW-Account kostet mehr. Du hast nämlich Glück, du wohnst in einem Land, wo es eine große Anzahl an Serveranbietern gibt, die sich gegenseitig in einem Preiskampf verwickelt haben. Du weißt gar nicht, dass es nur wenige Orte auf unserem hübschen schützenswerten Planeten gibt, wo Server ähnlich günstig sind. Da trifft es sich auch wunderbar, dass du mit deinem neuen Server auch gleich der Umwelt etwas gutes tust. So macht Umweltschutz doch Spaß!

    Zugegeben, deine private Homepage mit angeschlossenem Portal für deine Gilde ächzt und krächzt noch nicht ganz unter den Besuchermassen deiner dreizehn täglichen Besucher, aber du bescheinigst ihr Potential! Es ist also keine Frage für dich, deine Seite wird das Herzstück deines neuen Servers. In der Mail von deinem neuen Hoster hat man dir zwar irgendwelche Zugangsdaten geschickt, aber in deinem Windows Terminal Client wollen die nicht funktionieren. Auch der Hinweis vom Support, du sollst PuTTY benutzen, macht dich nicht wirklich glücklich, du findest da einfach keine klickbare Oberfläche. Irgendwann fällt es dir wie Schuppen von den Augen, da gibt es keine Oberfläche und dieses komische blinkende Ding im PuTTY ist dein schicker, neuer, toller Linux-Server. Schnell merkst du, Linus ist nichts für dich. Du hättest es lassen sollen.

    Vom Regen …

    Doch du bist nicht ein Level 60 Magier in WoW geworden, weil du schnell aufgibst. Außerdem ist da noch die Mindestvertragslaufzeit. Dumm das. Du hättest vorher lesen sollen, welchen Vertrag du eingehst. Dir ist zwar grundsätzlich klar, dass du einen Webserver mit PHP-Unterstützung auf deinem Server brauchst, aber wie du zu dem kommst, das weiß der Herr allein. Du bist ja nicht doof, du wirfst einfach ein paar Worte bei Google rein und bist überrascht - offensichtlich bist du mit dem Problem nicht allein. Du kannst dich vor Anleitungen, HowTos und Hilfen gar nicht retten. Sechs Stunden später - bei WoW vermisst man dich schon - kommst du zum Fazit, dass dein Hoster den Webserver Apache und PHP auf deinem Debian bereits vorinstalliert hat und deine Seite auch schon irgendwie läuft. Entnervt reicht dir das für deine ersten Erfahrungen mit Linux.

    Doch diese Tortur will kein Ende nehmen, du findest bloß einen Daemon nach dem anderen, der konfiguriert werden will, völlig überfordert wendest du dich an Hilfe-Foren, doch auch dort verstehst du die Antworten nicht. Längst fragst du dich, was an einem Betriebssystem so gut sein soll, das nicht einmal eine Systemsteuerung hat.

    Langsam reift in dir die Einsicht, dass du so einem Server nicht gewachsen bist, überhaupt brauchst du ihn nicht einmal. Eigentlich, findest du, reicht dir ein bisschen Webspace vollkommen - da schmeißt man einfach den FTP-Klienten an und deine Webseite funktioniert. Einfach so. Ohne komische Konfigurationsdateien und einer unzugänglichen Shell. Doch die Erkenntnis kommt spät, dummerweise hast du einen Vertrag geschlossen, das hast du nicht bedacht. Aber du hast ja einen Freund, du kennst ihn zwar nicht persönlich aber er ist voll nett und so, zwar ein mieser WoW-Spieler, aber versteht wohl was von Servern. Kurzerhand gibst du ihm deine Zugangsdaten und spannst deinen Kollegen ein. In der Tat läuft plötzlich auch dein Mailserver und du kannst auch wieder über FTP auf deine Daten zugreifen. Du bist glücklich und denkst wochenlang nicht mehr an den Server.

    … in die Traufe

    Doch am 1. des nächsten Monats bist du entsetzt. Du erhälst nämlich eine Rechnung von deinem Hoster. Du müsstest nachzahlen, heißt es da. Du wärst 2,5 TB über deinem Trafficlimit (du wusstest nicht einmal, dass du so etwas hast), sagt man dir und du sollst 75 Euro nachzahlen. Völlig bleich und entsetzt sagst du dir, dass das gar nicht sein könne - bei deinen 13 Besuchern. Doch all das Jammern nützt nichts, auch der Support bestätigt dir, das sei kein Irrtum. Dein Server würde unglaublich viel Traffic auf Filesharing Ports machen, versichert man dir; ob du da einen Torrent-Klienten laufen hättest, wollte man wissen. Langsam dämmert dir, woher der viele Traffic wohl kommt.

    Doch es hilft alles nichts, zähneknirschend musst du zahlen. Dein Freund ist natürlich unauffindbar, seinen Namen kennst du nicht. In deiner Verzweiflung lässt du den Server neu installieren. Daran vorher Backups von deinen Daten zu machen, denkst du verständlicherweise in der Situation nicht. Erst hinterher. Doch jetzt reicht es dir endgültig, du kündigst deinen Server. Die restlichen 4-5 Monate Vertragslaufzeit willst du durchstehen und dann dieses Kapitel vergessen.

    Doch mit der Zeit verheilen deine Wunden und du wagst dich doch wieder an diese mysteriöse Shell. Überfordert bist du noch immer, doch viele, viele Stunden später hast du deinen Server zumindest ganz allein und mit hilfreichen Anleitungen soweit, dass deine Vorstellungen im Großen und Ganzen erreicht sind und sogar deine neue Homepage ist wieder online, wenngleich auch noch etwas leer. “Never change a running system” sagst du dir und überlässt den halb funktionierenden Server sich selbst. Die Monate verstreichen und du denkst nur noch wenig an deinen Server.

    Macht nichts. Ich denke sehr viel daran. Und auch viele andere Menschen, die administrativ im Internet unterwegs sind. Denn du bist Schuld, dass wir alle ständig Probleme mit amoklaufenden Servern haben, genauso wie es der deine ist. Ein Sicherheitskonzept oder Softwareaktualisierungen innerhalb eines Wartungszyklus sind dir völlig unbekannt. Wozu sich auch noch um einen Server kümmern, wenn du nicht einmal auf deinem Winows-Desktop Updates installierst. Wenn du auf deinem Desktop so glücklich damit wirst, mach es so. Meinen Segen hast du. Aber dass dein Server eine für deine Verhältnisse Hochgeschwindigkeitsanbindung an das Internet hat, vergisst du. Genauso, wie jeder der deine IP-Adresse findet direkt auf deinem Server ankommt. Da ist kein Router der deinen Rechner vom Internet trennt. Was soll schon passieren, fragst du dich.

    Du bist dumm. Du bist dumm, töricht und naiv, wenn dir trotz deiner schlechten Erfahrungen mit deinem vermeintlichen Freund nichts einfällt, was man mit einer statischen IP und einer 100 MBit-Anbindung in das Internet alles anstellen kann. Man kann deinen Server zum Beispiel kapern, wenn du dich monatelang nicht um ihn kümmerst. In eine ferngesteuerte Drohne schließt er sich dann einem großen Botnetz an und plötzlich hat dein Server seine Aufgabe gefunden. Von jenem Tag an wird er Spam-E-Mails versenden oder DDoS-Angriffe auf Webseiten fahren, die du nicht einmal kennst. Ja, stell dir vor, die nervenden Spam-E-Mails die auch du täglich kriegst kommen zu einem Großteil von Servern wie dem deinen.

    “Wenn ich gewusst hätte”, höre ich dich schon wimmern, “wie viel Ärger so ein eigener Server macht, hätte ich mir doch nieeeeeee einen geholt”. Ja, wenn du das gewusst hättest. Aber vielleicht hast du es gewusst und es nur nicht bedacht? Dachtest du wirklich, jeder kann einen Server administrieren, nur weil die Angebote verlockend sind? Dachtest du wirklich, du würdest einfach so problemlos herausfinden, wie das alles funktioniert? Wenn jeder einen Server administrieren könnte, der zu Hause auch Word bedienen kann - wieso hast du dich dann nicht gefragt, warum es Leute gibt, die diese Aufgabe hauptberuflich machen?

    Doch jetzt ist es zu spät, du hast deinen Server schon. Und ich eine Menge Ärger, wegen Leuten wie dir. Danke dafür.


    Daher die Frage: Muss es wirklich ein Root sein?!

    Quelle: Unbekannt. Dieser Text ist in den weiten des Internets verbreitet
    Geändert von Tyrargo (15.06.2013 um 17:19 Uhr)

  2. #2
    Team BroFist Avatar von NOBODY19
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    Da ist schon ein bisschen wahrheit daran aber gab es den text nich schon mal?
    Und Alle die einen root oder vRoot haben sind schuld an DDos oder spam mails:/
    Jeder fängt mal "klein"an aber wenn ich nun von mir aus gehe reicht Vmware
    Ein debian "paar" jahre arbeit und mann kennt sich gut genug aus....
    Ich habe meine auch schon lange und ist alles i.o

    Leider ging mir das Geld bei der Signatur aus..


  3. #3
    Contains gayness. War mal S&T-Stamminventar! Avatar von TheMCfailer
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    Also den Text habe ich kürzlich auf einer Website gelesen. Vielleicht mal die Quelle hinschreiben <.<

    Kommt zur dunklen Sei... zu den Furries, wir haben Kekse und können kuscheln!

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  4. #4
    Team Hund Avatar von minestar77
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    Zitat Zitat von NOBODY19 Beitrag anzeigen
    Da ist schon ein bisschen wahrheit daran aber gab es den text nich schon mal?
    Und Alle die einen root oder vRoot haben sind schuld an DDos oder spam mails:/
    Jeder fängt mal "klein"an aber wenn ich nun von mir aus gehe reicht Vmware
    Ein debian "paar" jahre arbeit und mann kennt sich gut genug aus....
    Ich habe meine auch schon lange und ist alles i.o
    Es geht ja darum, dass man nur einen Rootserver haben sollte, wenn man davon eine Ahnung hat. Vorher besser einen lokalen Server einrichten und da ein wenig testen, bevor man überhaupt daran denkt so einen Vertrag einzugehen. Die beschriebene Person im Text hatte ja nicht nur Null Ahnung, sondern hat sich auch kein bisschen informiert.


    Leute, die sich in sowas auskennen und wissen wie man so einen Server am Laufen hält, da hat niemand ein Problem damit, das ist ihre Sache.

  5. #5
    Diamantensucher
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    Ich bin ja ganz persönlich für
    Learning by doing

    Das Problem bei dem Typ in dem Text ist nicht, dass er sich nen Rootserver zugelegt hat ohne Ahnung davon zu haben, sondern dass er nicht die Ausdauer besaß, sich dann auch dran zu setzen und zu lernen, wie man das Dingen konfiguriert und bedient. Stattdessen vertraut er jemandem aus dem Netz, den er nicht kennt.

    Für mich lautet die Botschaft nicht: Hol dir nur nen Rootserver, wenn du schon Ahnung davon hast

    Sondern sie lautet für mich: Wenn du nicht die Kraft hast etwas durchzuziehen, dann fang erst gar nicht damit an.

    und noch eine Botschaft ist darin: Zugangsdaten gibt man niemandem. Weder Bekannten aus WoW, noch der besten Freundin. Ich würde nichtmal meiner eigenen Familie Zugangsdaten von irgendwas geben.

  6. Mag ich TheMCfailer, meytro, Oromis18 mag diesen Beitrag
  7. #6
    Team Hund Avatar von Florianix
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    So habe ich das auch interpretiert. Habe mir damals ja auch einfach so nen Rootserver geholt und dann eben Zeit investiert um zu kapieren wie da alles läuft.

    mfg Florianix


  8. #7
    Contains gayness. War mal S&T-Stamminventar! Avatar von TheMCfailer
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    Zum Anfang kann man ja auch erst mal einen vServer ausprobieren. Nicht ganz so overpowered, nicht ganz so teuer aber eben doch die gleichen Funktionen.

    Kommt zur dunklen Sei... zu den Furries, wir haben Kekse und können kuscheln!

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  9. #8
    Team Hund Avatar von minestar77
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    Ja ok, aber gurndsätzlich sollte man sich wenigstens vorher eine halbe Stunde darüber informieren, bevor man einen Vertrag eingeht. Der Typ hat noch nicht einmal gewusst, was ein Rootserver ist, sondern hat sich den nur geholt weil sich das cool anhört.

    Ich formuliere das noch einmal anders: Man sollte vorher wissen, auf was man sich da einlässt. Wenn man weiß, aha das wird schwierig aber das schaffe ich ganz bestimmt - dann ist das ja ok. Aber einfach so einen Langzeitvertrag eingehen und nichts wissen, das ist immer eine schlechte Idee

  10. #9
    Team Hund Avatar von Reaver
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    Bei den ganzen jungen Leuten hier entspricht der Text oftmals der Wahrheit,
    leider wird es immer so bleiben das unerfahrene Leute, ohne Wissen welche Gefahren es dort gibt,
    sich einen Root von den Eltern oder dem Taschengeld holen werden.


  11. Mag ich Taminoful, Jey_Bee mag diesen Beitrag
  12. #10
    Der Text ist aus solchen Seiten mit Geschichten zum Thema Server..

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