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  1. #1
    Die Liebe zum Hass Avatar von Nexus
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    Der Tod. Was passiert danach mit einem selbst?

    Jau, die olle Suche hat nichts ausgespuckt.

    Tachlé,

    mich würde es mal interessieren, was ihr über den Tod denkt. Manche glauben an die Wiedergeburt, andere wieder meinen, sie leben auf Ewig in der Hölle oder im Himmel. Postet doch mal eure Meinungen und Vorstellungen.

    Mein Senf
    Nun. Das Thema Tod ist schon was für sich selbst. Man muss nachdenken, man denkt eventuell zu viel nach, bekommt Angst vor dem Tod. Man denkt generell zu viel an das, was während den Tod passiert, oder mit Freunden oder Verwandten nach dem eigenen Tod. An sich selber denkt man kaum und warum sollte man sich nicht überlegen, wie es für sich selber ist, wenn man unter der Erde (oder sonst wo) hockt?

    Ich für meinen Teil glaube an Himmel (Paradies) und Hölle (Fegefeuer). Auch glaube ich an Gott und den Teufel. Allerdings denke ich, dass man selber entscheiden muss, wo man hin will. Und dabei sind Himmel und Hölle nicht die einzigsten zwei Orte, die man zur Auswahl hat. Ich denke, dass man auch in eine Wunschwelt kann, man zwischen anderen Wunschwelten reisen. Dass man im Traum oder auch auf der Erde bleibt. Es hängt von der Willenskraft und der Situation ab, in der man sich während des Sterbens befindet. Und eventuell auch davon, was man im Leben gemacht hat.

    Manchmal schwankt es bei mir, zwischen diesem und der Wiedergeburt. Dass man eine neue Chance bekommt. Ich bin ein extrem lieber Mensch, und ich würde gerne mal wissen, wie es ist, so'n oller Rüpel zu sein, wie ein Großteil der heutigen Jugend es ist, ohne gleich Spuren zu hinterlassen. Ich denke oft, dass man genau für solche Zwecke wiedergeboren werden kann. Und zu sehen, wie es ist, das Gegenteil von sich selbst zu sein. Vielleicht ist dies auch eine weitere Entscheidung, die man im Sterben fällen muss. Ich weiß es nicht und werde es erst wissen, wenn ich im Sterben liege.

    Nun denn, eure Zeit.

    Beste Grüße
    --Nexus
    Ren (蓮)

    høʀɛt, høʀɛt, di ɡəzamtə mɛnʃhaɪ̯t hat zɪç naχ jaʀəlaŋən debatn̩,
    ɛntlɪç aʊ̯f aɪ̯nə ɡəmaɪ̯nzamə ʃtaʦfɔʁm aɪ̯nɪɡn̩ kœnən!
    naχdem dɪktatuʀən als ʊnmɛnʃlɪç ɛmpfʊndn̩ vʊʁdn̩,
    ʊnt demokʀati zɪç als altɐnativə nɪçt dʊʁçzɛʦn̩ kɔntə,
    ɛntlɪç: idi̯okʀati.

  2. Mag ich fetter_keks, Bierzumir, Weirdaholic, Wolfskull mag diesen Beitrag
  3. #2
    Team Hund
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    Zitat Zitat von Nexus Beitrag anzeigen
    mich würde es mal interessieren, was ihr über den Tod denkt.
    Ich denke, dass es dann einfach vorbei ist. Da kommt nichts. Man hört auf zu existieren, man denkt nicht mehr, man hat auch kein Bewusstsein mehr. Man erlebt damit auch nichts bewusst mehr, sondern es ist einfach Ende.
    Der Knackpunkt ist das Bewusstsein der Menschen. Ich denke also bin ich. Das macht unser Gehirn möglich, solange es biologisch funktioniert. Tut es das nicht mehr, ist da auch kein Bewusst sein mehr und damit einfach gar nichts mehr. Es wird einem nicht schwarz vor Augen, denn selbst dieses "schwarz" kann man dann nicht mehr erfassen.

    Zitat Zitat von Nexus Beitrag anzeigen
    Man muss nachdenken, man denkt eventuell zu viel nach, bekommt Angst vor dem Tod.
    Keiner will sterben, aber man muss auch nicht zwangsläufig drüber nachdenken.

    Zitat Zitat von Nexus Beitrag anzeigen
    Man denkt generell zu viel an das, was während den Tod passiert
    Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod
    Während dem Tod gibts nicht, entweder man lebt, oder man ist tod. Das einzige worüber man nachdenken kann ist, wie es sich anfühlt, während man stirbt, bzw wie es sich anfühlt kurz bevor man stirbt. Und das hängt wohl im wesentlichen davon ab, WARUM man stirbt.
    Also ich würde es vorziehen, einfach abends einzuschlafen und nie wieder aufzuwachen.

    Zitat Zitat von Nexus Beitrag anzeigen
    oder mit Freunden oder Verwandten nach dem eigenen Tod.
    Das triffts wohl eher

    Zitat Zitat von Nexus Beitrag anzeigen
    An sich selber denkt man kaum und warum sollte man sich nicht überlegen, wie es für sich selber ist, wenn man unter der Erde (oder sonst wo) hockt?
    An mich selbst denke ich schon auch, denn ich will ja irgendwie schon weiterleben
    Wegen meiner Einstellung mach ich mir da aber auch keine Gedanken was mit mir danach passiert. Deswegen bin ich auch Organspender und will verbrannt werden. Wenn ich schon tod bin, muss da nicht irgendwo biologische Abfall vergammeln.

    Ich denke, gerade weil man nicht weiß, was danach passiert, klammern sich viele an Religion. Wenns diese Frage nicht gäbe, wären wohl auch die meisten Religionen hinfällig.
    Ich verfolge da eigentlich wissenschaftliche Ansätze, und wenn da keine biologische Funktion mehr da ist, dann ist da auch einfach nichts mehr.

    Viel mehr verstehe ich nicht, wie man sich da von einem Glauben blenden lassen kann, wo doch wissenschaftlich schon das meiste geklärt ist.

  4. Mag ich das Keks, Nakroma mag diesen Beitrag
  5. #3
    Team Hund Avatar von Sebante85
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    Sebante85
    Zitat Zitat von Buuuh Beitrag anzeigen
    ...
    Ich verfolge da eigentlich wissenschaftliche Ansätze, und wenn da keine biologische Funktion mehr da ist, dann ist da auch einfach nichts mehr.

    Viel mehr verstehe ich nicht, wie man sich da von einem Glauben blenden lassen kann, wo doch wissenschaftlich schon das meiste geklärt ist.
    Ach schön, als ob das wirklich so wäre. Es herrscht in Wissenschaftskreisen keine Einigkeit darüber, ob und ggf. was nach dem Tod passiert.
    Atheistische Wissenschaftler behaupten zwar, dass Bewusstsein eine reine Gehirnfunktion ist, es gibt aber nicht nur atheistische Wissenschaftler und deren Interpretationen als einzige Wahrheit darzustellen wäre schon sehr vermessen.

    Sprich Wissenschaftlich gesehen gehört das Phänomen Tod zu dem Bereich, der momentan bestenfalls über Indizien (Nahtoderfahrungen, AKE´s, Reinkarnationsforschung, Neurologie) untersucht werden kann. Dann kann man die Daten auf unterschiedliche Weise interpretieren und kommt dann zum diesem oder jenem Schluss - ob da irgendwann mal was von der Seite der Quantenphysik kommt, oder gar schon gekommen ist, wer weiß!? Das ist also bisher immernoch ein Bereich, den ein einzelner Mensch nur über sein subjektives Erleben wirklich hinreichend ergründen kann.

    Es ist beim Tod, wie mit der Liebe (sind beide auch sehr enge Freunde) - du kannst neurologisch und biochemisch erklären, was im Körper passiert, du kannst das psychologische drumherum erklären, aber all das sagt nur sehr wenig über beides aus.

    Jedem steht es frei sich auf diese wissenschaftlichen Erklärungen zu beschränken und es dabei zu belassen - ich halte es für sehr langweilig und mach dann doch lieber die Erfahrung selbst. Dann riskier ich zwar in den subjektiven Bereich des Lebens zu geraten, wo man nichts beweisen kann, aber meiner Erfahrung nach fängt das Leben da erst richtig an, also ist das schon OK so.

    Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass der körperliche Tod nicht das Ende des Bewusstseins ist oder sein muss.

    Grüße Sebante


  6. Mag ich fetter_keks, Bierzumir mag diesen Beitrag
  7. #4
    Architekt Avatar von Wolfskull
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    TheWolfskull
    Zitat Zitat von Buuuh Beitrag anzeigen
    Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod
    Während dem Tod gibts nicht.
    heißt es im Sinne des Sprichworts dann nicht eigentlich "Während des Todes"?

    Um ehrlich zu sein, ich frage mich auch recht oft, was nach dem Tod kommt, wahrscheinlich aus beruflichen Gründen. Ich arbeite in einer Arztpraxis, in die größtenteils ältere Menschen kommen, da ist es unausweichlich, dass früher oder später jemand stirbt, den man kennt.
    Allerdings kann ich mich nicht auf eine Variante des Nachlebens festlegen, an die ich dann glauben will, ebenso, wie ich mich nicht an einen festen Glauben binde. Was das Thema Religion angeht, sehe ich mich eher als Agnostiker. Ich gehe davon aus, dass es irgendwo etwas Höheres gibt, und weil meine Kindheit locker evangelisch geprägt war, nehme ich an, dass dieses Höhere Etwas Gott ist. Es kann aber genauso gut Allah sein, oder Buddah, oder - gemäß der zynischen Jugendphilosophie - ein fetter kleiner Zockerjunge, für den wir nicht mehr als ein Videospiel sind. Es kann aber auch sein, dass es einfach gar nichts gibt. Aber solange das nicht 100% bewiesen ist (und das wird es wohl nie sein), glaube ich dann doch lieber an dieses ominöse Etwas.
    Genau so verhält es sich auch mit dem Tod. Ich glaube, dass etwas danach kommt, zum größten Teil wahrscheinlich, weil ich es glauben will. Für mich ist dieses Nichtexistieren, was laut der Wissenschaft die einzig mögliche Konsequenz des Sterbens ist, nicht fassbar. Es fällt mir schwer zu verstehen, wie man in dem einen Moment noch da ist, und im anderen nicht mehr, das gebe ich gern und offen zu, und deshalb "flüchte" ich mich auch in den Glauben. Mir selbst nimmt das den Schrecken vor dem Tod.
    Ich selbst glaube am ehesten, dass man nach dem Tod quasi in einem nie endenden Traum steckt, von dem man selbst entscheidet, ob er dem Himmel oder der Hölle entspricht. Wenn man mit seinem Leben zufrieden war, ist es ein schöner Traum, wenn man Dinge bereut, die man im Laufe seines Lebens getan hat ein Alptraum, und wenn man nicht bereit war zu Gehen oder so plötzlich gestorben ist, dass man es selbst nicht mitbekommen hat, bleibt das Nachleben ein ständiges Abbild des normalen Lebens.
    Aber wie gesagt, das ist nur eine Vermutung, und um ehrlich zu sein hört sie sich in geschriebener Form maßlos naiv an...
    Geändert von Wolfskull (11.11.2012 um 11:59 Uhr)
    Allan please add Signature

  8. Mag ich Super_Marimo, jannes556, Nexus, Rman999 mag diesen Beitrag
  9. #5
    Moin,

    meine persönliche Meinung/Erfahrung/Erkenntniss lasse ich einmal aussen vor, die passt nicht hierher.

    Daher:




    Info am Schluss:

    Der Abt Ajaan Tippakorn Sukhito war zu den Dreharbeiten schon sterbenskrank.


    Da er meinens Wissens aus der Theravada Tradition kam, von mir ein dreifaches:

    "namo tassa bhagavato arahato samma sambuddhassa"

    Danke für seine Worte.

    _()_

    Omitofo

    Baer
    Geändert von Seebaer (11.11.2012 um 13:27 Uhr)
    Neun Dinge sind es, auf die der Edle sorgsam achtet: Beim Sehen achtet er auf Klarheit, beim Hören auf Deutlichkeit, in seiner Miene auf Freundlichkeit, im Benehmen auf Höflichkeit, im Reden auf Ehrlichkeit, im Handeln auf Gewissenhaftigkeit. Wenn ihm Zweifel kommen fragt er Andere. Ist er im Zorn bedenkt er die Folgen. Angesichts eines persönlichen Vorteils fragt er sich, ob er auch ein Anrecht darauf hat. (Konfuzius XVI, 10)

  10. Mag ich Faboloco mag diesen Beitrag
  11. #6
    Team Hund Avatar von Haitai
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    Haitai
    Tag,

    vertrete die gleich Meinung wie Buuuh, streng nach dem Motto: "Was weg ist brummt nicht mehr". Ein Leben entsteht und ein Leben vergeht, mehr passiert da auch nicht. Nach dem Tod verschwinden wir einfach. Die bloße Vorstellung, dass alle Lebewesen die jemals gestorben sind, dass dann diese an einem anderen Ort weiter existieren kommt mir ziemlich surreal vor.

    Außerdem spielt bei mir noch ein Hintergedanke eine Rolle. Ich vertrete die Meinung, dass wir nicht alleine im Universum sind. Was ist mir diesen Lebewesen? Kommen wir alle in den gleichen Topf oder hat jedes Geschöpf seinen eigenen "Garten Eden"?

    Im Grunde ist es mir egal was aus mir wird wenn ich sterbe, ich lebe mein Leben so, dass ich später nichts bereue, so dass ich am Ende mit einem Lächeln zurückschauen kann.

    Mfg Haitai


  12. Mag ich Nakroma, gerbon, Seebaer mag diesen Beitrag
  13. #7
    Team BroFist Avatar von AdranFernel
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    AdranFernel
    Entweder erwacht man wieder im Bett oder am Spawnpunk
    Nein Spaß beiseite.

    Dieses Thema beschäftigt die Menschheit, seit dem wir denken können.
    Deshalb gibt es auch sehr viele Vorstellungen.
    Religionen haben da so manche Lösung für
    Neuere Vorstellungen sieht man in "Dokumentationen" ist aber auch wieder eine Glaubenssache was man davon hält.

    Ich achte lieber auf meine Gesundheit, beim Autofahren gebe ich auch nicht vollgas, denn wie heißt es doch so schon. "Man lebt nur einmal"



    Dazu fällt mir eine Folge von den Dinos ein, was ich mir als Kind den 90ern oft sah.
    Zu geil, jetzt findet man alles im Internet wieder =)

  14. Mag ich TheStarman mag diesen Beitrag
  15. #8
    Team BroFist Avatar von Panjab
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    Panjab
    Wenn ich jetzt an Schlaf denke, denke ich an ein schwarzes "Nichts" bis man aufwacht, wovon man nix mitkriegt. Wenn es dann allerdings ganz vorbei ist, kriegst du ja gar nix mehr mit, weil du ja für immer im "Nichts" bist, bloß: Es ist sowas von scheiße sich diese Leere vorzustellen :<


  16. Mag ich Nakroma mag diesen Beitrag
  17. #9
    Team Jung-Stuten
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    JToto
    Wir waren doch alle schonmal tot und so grausam ist die Erinnerung daran garnicht. Sie ist ja einfach nicht vorhanden.
    Ich kann mir dieses "Nichts" natürlich trotzdem nicht vorstellen und ich glaube das ist auch nur natürlich. Ich lass es einfach auf mich zukommen und bis daran glaub ich halt lieber daran, dass noch irgendetwas kommt. Selbst wenn dann wirklich nichts mehr kommt war die Vorstellung schöner.

  18. #10
    Team BroFist Avatar von AdranFernel
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    @Panjab
    Dies ist auch meine Vorstellung.
    Wie es wirklich sein wird, erfährt jeder irgendwann einmal.

    Zitat Zitat von JToto Beitrag anzeigen
    Wir waren doch alle schonmal tot und so grausam ist die Erinnerung daran garnicht. Sie ist ja einfach nicht vorhanden.
    Da hast du ja vollkommen recht.
    Weil man vorher noch nicht lebte, war man tot.
    Geändert von AdranFernel (11.11.2012 um 15:44 Uhr)

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